Paul der blonde Labrador
Alma die braune Labidame

Dummytraining

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Dummytraining ersetzt Wildarbeit

er Labrador ist wie alle Retriever ein Apportierhund (engl.: to retrieve = zurückbringen). Ruhig bei Fuss gehend soll er seinen Jäger ins Revier begleiten. Erst nach dem Schuss wird er losgeschickt, um totes oder verletztes Wild zurückzubringen. Beim Apportieren soll er sich nicht durch lebende Tiere (Hasen, Fasane, …) ablenken lassen. Wichtig ist auch, dass das Wild sanft (mit weichem Maul) zurückgebracht werden soll.

Heute gehen die wenigsten Labradorbesitzer zur Jagd. Apportieren kann der Hund trotzdem lernen. Als Wildersatz dienen sogenannte Dummies.
Ein Dummy (engl.: Attrappe) ist ein gefüllter Leinensack. Es dient als Ersatz für ein Stück Wild und ist auch schwimmfähig.

Die Gewichte eines Dummies können variieren: ein Standarddummy wiegt 500 gr, Welpendummies je 250 gr, mit oder ohne Schnur. Ausserdem gibt es noch Felldummies (z.B. Kaninchen oder Fuchs), Dummies mit Federn, Wasserdummies aus Kunsstoff und sogar welche als Fasan- oder Entenimitat.

Den grössten Bestandteil der Dummyarbeit machen die Basics aus, die Grundausbildung sollte bereits abgeschlossen sein.
Apportieren heisst nicht, dass der Hund einfach hinter der Beute herjagt, um anschliessend auf ihr herum zu kauen: ein gut trainierter Labrador ist aufmerksam, steady, ruhig, bis er Anweisungen des Hundeführers bekommt. Er soll das Dummy gut markieren und sich die Fallstelle über längere Zeit merken. Bei der Suche soll er ausdauernd sein, Initiative zeigen, eine gute Nase haben und den Dummy aufspüren. Dabei sollte er in jedem Gelände arbeiten. Ist der Dummy gefunden, so soll er ihn schnell und unversehrt, mit weichem Maul zurückbringen und ihn auch korrekt abgeben. Anforderungen, die das Tier geistig wach halten - und Spaß machen.