Paul der blonde Labrador
Alma die braune Labidame

Agility

"

Agility ist ein Hundesport, bei dem ähnlich wie beim Springreiten der Hund einen ihm vom Aufbau her zuvor unbekannten Parcours bestehend z.B. aus Sprüngen, Wippe und Tunneln in einer vorgegebenen Zeit zu bewältigen hat. Der Hundeführer darf seinem Hund mit Körpersprache und Hörzeichen helfen, er darf jedoch weder Geräte noch den Hund berühren. Macht der Hund Fehler, z.B. Stangenabwürfe oder Verweigerungen, so erhält er Strafpunkte ebenso wie für Überschreitung der vorgegebenen Zeit.
Agility ist ein schneller Sport, der auf einem guten Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Hundeführer aufbaut. Beide müssen ein gut eingespieltes Team sein, damit der Hund die Zeichen, die ihm der Hundeführer gibt, schnell und richtig umsetzt. Agility erfordert Konzentration, Schnelligkeit, aber auch Kontrolle.

Grundsätzlich kann jeder gesunde und nicht zu alte oder zu junge Hund Agility betreiben. Die Gesundheit des Hundes muss jedoch in jedem Fall zuvor abgeklärt werden - hierbei ist nicht nur an die typischen Gelenkerkrankungen zu denken,  Ihr Hund kann auch aufgrund anderer medizinischer Ursachen (z.B. Stoffwechselerkrankungen) nicht für das Agility geeignet sein. Überprüfen Sie auch kritisch das Gewicht Ihres Hundes - jedes Kilo zu viel auf der Waage sollte vor ausgiebigem Training verschwunden sein.
Natürlich muss berücksichtigt werden, dass besonders große und schwere Hunde ggf. einer stärkeren körperlichen Belastung in diesem Sport ausgesetzt sind. Der Slalom beispielsweise erfordert eine Wirbelsäulenbiegung vom Hund - je länger der Hund, desto stärker die gesundheitliche Belastung - Sie müssen nicht 20 mal in einer Trainingseinheit den Slalom laufen! Auch die Schrägwand sollte bei sehr großen Hunden im Training eher flach ausgerichtet sein. Es nützt nichts, ein Gerät wie die Schrägwand 50 mal hintereinander zu üben. Lassen Sie auch im Sport den Verstand eingeschaltet: vorrangig vor allem Spass, den Agility macht, muss immer die Gesundheit des Hundes sein.
Sie sollten in jedem Fall den eigenen Ehrgeiz den Möglichkeiten Ihres Hundes anpassen und sich realistische Ziele setzen. Wichtig ist auch die konsequente Umsetzung des Trainingsziels: Lieber eine kurze, gut durchdachte und effiziente Trainingseinheit, als nochmalige und nochmalige und nochmalige Wiederholung ohne Überlegung und ohne Trainingserfolg. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten gerade Anfänger immer nur in Anwesenheit eines erfahrenen Trainers üben. Ein Schaden ist schnell (auch unbewusst) angerichtet, und sei es auch nur eine falsche Verknüpfung, die später mühsam wieder korrigiert werden muss.

Jeder Hund kann Spass haben an Agility - es liegt in der Hand des Hundeführers!